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E-Scooter 2025: Regeln, Pflichten und häufige Fragen

E-Scooter gehören zum Stadtbild, aber die Regeln werden regelmäßig diskutiert und teilweise angepasst. Was gilt 2025 für Fahrer von Elektrokleinstfahrzeugen in Deutschland? FAHRADAR gibt einen vollständigen Überblick.

Auf einen Blick

Führerschein
Nicht erforderlich
Mindestalter
14 Jahre
Höchstgeschwindigkeit
20 km/h
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Was ist ein E-Scooter im Sinne des Gesetzes?

Nicht jedes elektrische Fahrzeug auf zwei Rädern ist automatisch ein E-Scooter im rechtlichen Sinne. Das deutsche Recht kennt die Kategorie der Elektrokleinstfahrzeuge (eKFV) — Fahrzeuge, die mit eigenem Antrieb fahren, höchstens 20 km/h schnell sind und eine bestimmte Bauform haben.

Nur zugelassene Elektrokleinstfahrzeuge dürfen im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden. Wer ein nicht zugelassenes Gerät (z. B. ein umgebautes oder zu schnelles Modell) auf öffentlichen Wegen fährt, begeht eine Ordnungswidrigkeit — und riskiert dabei auch den Pkw-Führerschein, falls ein Straftatbestand erfüllt wird.

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Kein Führerschein, aber kein Freifahrtschein

Zugelassene E-Scooter bis 20 km/h brauchen keinen Führerschein. Das Mindestalter liegt bei 14 Jahren. Versicherungspflicht besteht jedoch für alle zugelassenen E-Scooter — erkennbar am jährlich wechselnden Versicherungskennzeichen.

Das Kennzeichen muss gut sichtbar am Fahrzeug befestigt sein. Wer ohne gültiges Kennzeichen fährt, begeht eine Straftat — Fahren ohne Pflichtversicherung. Das ist kein Bußgeld, sondern eine Anzeige mit Punkten in Flensburg und möglichem Fahrverbot.

TIPP

Das Versicherungskennzeichen für E-Scooter ist dasselbe wie für Mofas. Es gilt jeweils vom 1. März bis 28./29. Februar des Folgejahres und muss jährlich erneuert werden.

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Wo darf ich mit dem E-Scooter fahren?

E-Scooter müssen auf Radwegen fahren, wenn solche vorhanden und benutzbar sind. Das ist Pflicht, keine Option. Gehwege sind grundsätzlich verboten. Fußgängerzonen sind ebenfalls nicht erlaubt — es sei denn, sie sind explizit für E-Scooter freigegeben.

Auf der Fahrbahn darf mit einem E-Scooter gefahren werden, wenn kein Radweg vorhanden ist. In Spielstraßen (Tempo 7) ist der E-Scooter grundsätzlich zugelassen.

Ein gemeinsamer Fuß- und Radweg ist für E-Scooter freigegeben, wenn er für beide Gruppen ausgewiesen ist. Das Zeichen 240 (kombiniertes Fuß- und Radweg) erlaubt die Nutzung.

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Bußgelder und häufige Verstöße

Die häufigsten Verstöße bei E-Scootern und die zugehörigen Bußgelder: Fahren ohne gültiges Versicherungskennzeichen ist eine Straftat (nicht Ordnungswidrigkeit). Fahren auf dem Gehweg kostet in der Regel 25 bis 55 Euro. Fahren auf der falschen Seite oder ohne Licht kostet je nach Verstoß 20 bis 35 Euro.

Besonders heikel ist Alkohol am E-Scooter. Ab 1,6 Promille gilt Fahruntüchtigkeit — mit identischen Konsequenzen wie beim Pkw. Auch unter 1,6 Promille kann der Führerschein in Gefahr geraten, wenn Ausfallerscheinungen hinzukommen. Wichtig: Es braucht keinen Pkw-Führerschein, um Punkte in Flensburg oder ein Fahrverbot zu bekommen.

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Diskutierte Änderungen und Verbote in Städten

Viele Städte haben in den letzten Jahren reagiert und eigene Regelungen für Leihscooter eingeführt: Abstellverbotszonen, Pflichtparkbereiche, Sperrzonen für bestimmte Gebiete. Diese Regelungen gelten für gewerbliche Verleiher, nicht automatisch für private E-Scooter.

In einigen Städten wird über ein Komplettverbot für Leihscooter diskutiert. Paris hat 2023 als erste europäische Großstadt den Miet-E-Scooter verboten. In Deutschland gibt es derzeit kein bundesweites Verbot, aber kommunale Einschränkungen sind rechtlich möglich.

Häufige Fragen

Brauche ich für einen E-Scooter einen Führerschein?

Für zugelassene Elektrokleinstfahrzeuge bis 20 km/h brauchst du in Deutschland keinen Führerschein. Du benötigst aber ein gültiges Versicherungskennzeichen. Das Mindestalter liegt bei 14 Jahren.

Darf ich mit dem E-Scooter auf dem Gehweg fahren?

Nein. Gehwege sind für E-Scooter grundsätzlich nicht erlaubt. Es drohen Bußgelder zwischen 25 und 55 Euro. Radwege haben Vorrang, bei Fehlen eines Radwegs kann die Fahrbahn genutzt werden.

Was passiert, wenn ich ohne Versicherungskennzeichen fahre?

Fahren ohne Pflichtversicherung ist eine Straftat (Paragraph 6 PflVG), keine Ordnungswidrigkeit. Es droht eine Strafanzeige, Punkte in Flensburg und bei Wiederholung ein Fahrverbot — auch wenn man keinen Pkw-Führerschein hat.

Kann mir der Pkw-Führerschein wegen des E-Scooters entzogen werden?

Ja. Alkohol am E-Scooter ab 1,6 Promille kann dieselben Konsequenzen haben wie beim Pkw — inklusive MPU. Wer keinen Führerschein hat, riskiert ein Verbot, einen in Zukunft zu erwerben.

Gilt das Versicherungskennzeichen das ganze Jahr?

Das jährliche Versicherungskennzeichen für E-Scooter (und Mofas) gilt vom 1. März bis zum letzten Februartag des Folgejahres. Es muss jedes Jahr erneuert werden.

Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung. Verbindliche Auskunft erteilt deine Führerscheinstelle oder Fahrschule.